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Die Informationsflut mithilfe von Regionen eindämmen
KML-Regionen können das Nutzererlebnis erheblich verbessern. Mithilfe dieses Features können Sie die Sichtbarkeit eng nebeneinander liegender Ortsmarken auf niedrige Höhen beschränken, hochauflösende Bilder aufteilen und mit zunehmendem Detailgrad mithilfe von Super-Overlays laden sowie dynamisch neue KML-Dateien basierend auf der Position des Betrachters laden. Hier sind einige KML-Dateien, in denen Regionen verwendet werden:
Da es zum Erstellen von Regionen keine Benutzerschnittstelle in Google Earth gibt, wird in dieser Anleitung erklärt, wie eine Region durch Ändern eines weiteren KML-Features erstellt wird, das eine ähnliche Struktur hat - das GroundOverlay (Boden-Overlay).
Bevor Sie beginnen
Damit Sie diese Anleitung durcharbeiten können, sollten Sie folgende Voraussetzungen erfüllen:
- Allgemeines Verständnis von KML, insbesondere der Struktur eines GroundOverlay. Falls Sie diese Kenntnisse nicht haben, arbeiten Sie sich bitte mithilfe der offiziellen KML-Dokumentation, der KML-Beispiele und des Google Earth-Nutzerhandbuchs ein.
- Lesen Sie den Abschnitt über Regionen im KML-Tutorial.
- Untersuchen Sie einige der obigen KML-Beispiele, in denen Regionen verwendet werden, um zu verstehen, wie Regionen in realen Anwendungen hilfreich sein können.
- Nehmen Sie kleine Änderungen am KML-Code mithilfe eines Texteditors vor, beispielsweise mit Notepad++ (Windows), TextEdit oder BBEdit (OS X) oder jEdit (alle Plattformen, empfohlen).
Hinweis: In der Anleitung KML während der Eingabe validieren wird beschrieben, wie jEdit Ihren KML-Code während der Eingabe automatisch auf Fehler prüfen kann.
Bild-Overlays
Falls Sie bereits Bild-Overlays in Google Earth gesehen haben, ist Ihnen vielleicht aufgefallen, dass diese normalerweise rechteckig sind. Sie legen die Größe und Position eines Bild-Overlays fest, indem Sie die Nord-, Süd-, Ost- und Westkante des Bildes angeben.
Hinweis: Bild-Overlays werden in Google Earth in KML mithilfe des <GroundOverlay>-Tags erstellt. In dieser Anleitung werden beide Begriffe verwendet.
Ansichtsbegrenzung in einem Beispiel für ein Bild-Overlay ermitteln
- Klicken Sie auf den obigen Link, um ein Beispiel für ein Bild-Overlay herunterzuladen.
- Doppelklicken Sie auf die heruntergeladene Datei, um Sie in Google Earth zu öffnen.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Image Overlay unterhalb von "Image Overlay Example" im Fenster "Orte" und wählen Sie Eigenschaften im Kontextmenü.
- Wählen Sie die Registerkarte Position.
In dieser Registerkarte sind die Nord-, Süd-, Ost- und Westkante des Bildes zu sehen.

Bild-Overlay anpassen
- Schieben Sie das Dialogfeld "Bild-Overlay bearbeiten" zur Seite, damit Sie das Bild-Overlay auf der Karte sehen können.
- Passen
Sie die Größe und Form des Bild-Overlays an, indem Sie auf die grünen Seiten und Ecken ("Ziehpunkte") klicken und diese ziehen. (Bewegen Sie den Cursor langsam über die grünen Ziehpunkte, bis er sich in einen doppelseitigen Pfeil verändert. Anschließend können Sie klicken und die Ziehpunkte ziehen.)
- Verschieben Sie das Bild-Overlay, indem Sie auf das Kreuz in der Mitte des Overlays klicken und ziehen. (Bewegen Sie den Cursor langsam über das grüne Kreuz in der Mitte, bis er sich in einen zeigenden Finger verändert. Anschließend können Sie das Bild-Overlay verschieben.)

Zum originalen Bild-Overlay zurückkehren
- Falls Sie im Dialogfeld "Bild-Overlay bearbeiten" noch nicht auf OK geklickt haben, klicken Sie auf Abbrechen, um das Original wiederherzustellen.
- Falls Sie bereits auf OK geklickt haben, nachdem Sie Änderungen vorgenommen haben, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Image Overlay Example im Fenster "Orte" und wählen Sie Wiederherstellen im Kontextmenü, um das Original wiederherzustellen.
Regionen
Regionen steuern die Sichtbarkeit von Ortsmarken und anderen KML-Features durch die Definition zweier Parameter:
- Geografische Breite, geografische Länge und Höhe
- Detailstufe (Level of Detail, LOD)
Geografische Breite, geografische Länge und Höhenbox
Regionen definieren entweder ein flaches Rechteck (zweidimensionale Fläche) oder eine 3D-Box (dreidimensionaler Körper) auf der Karte. Da Regionen nicht sichtbar sind, sehen Sie sich das rechteckige KML-Polygon (unten links) und das extrudierte Polygon bzw. die 3D-Box (unten rechts) an, die eine Region visualisieren. Beide haben dieselben Nord-, Süd-, Ost- und Westbegrenzungen, bei der "Regionsbox" wurde jedoch noch ein Höhenwert angegeben, wodurch die Region eine Höhe erhält.

Detailstufe (Level of Detail, LOD)
Regionen geben auch an, wie groß ihr Rechteck bzw. ihre Box auf dem Bildschirm dargestellt werden muss, damit die Region als aktiv oder inaktiv angesehen wird. Als Maß wird hierzu die Quadratwurzel der Fläche herangezogen, die die Region auf dem Bildschirm belegt, gemessen in Pixel.
Wenn Sie beispielsweise eine flache Region (unten links) mit minLodPixels
gleich 128 definieren, muss die Region mindestens in einer Größe von 128 x 128 Pixel in Google Earth angezeigt werden, bevor sie aktiv ist. Beachten Sie, dass die 3D-Box (unten rechts) auch ungefähr mit 128 x 128 Pixel in Google Earth angezeigt wird, wodurch sie ebenfalls aktiv ist.

Warum 3D-Boxen verwenden?
Warum sollten Sie Regionen verwenden, die nicht flach sind? Weil 3D-Boxen nützlich sind, wenn Regionen auf 3-dimensionale Sketchup-Modelle angewendet werden. Regionen werden verwendet, um Features ein- oder auszuschalten, abhängig von Ihrer Entfernung zu diesen Features.
Wenn bei einem 3D-Modell wie dem Empire State Building (Abbildung unten) die Kamera in Richtung Horizont geneigt ist, können Sie sehr nahe an ein Modell mit einer flachen Region herangehen, ohne dass sie auf dem Bildschirm groß genug dargestellt wird, um die Aktivierung auszulösen. Wenn Sie eine Region als 3D-Box um das Modell legen, können Sie von der Seite auf das Modell blicken, wobei die Aktivierung dennoch bei einer sinnvollen Distanz ausgelöst wird (rechts). Weitere Informationen über das Erstellen von 3D-Regionen mithilfe der Tags <minAltitude> und <maxAltitude> finden Sie im Abschnitt Regionen des KML 2.1-Tutorials.

Vergleich zwischen <GroundOverlay> und <Region>
Die KML-Codes für ein <GroundOverlay> und eine <Region> ähneln sich stark. Beide nutzen eine Ansichtsbegrenzung, um die Nord-, Süd-, Ost- und Westkante zu definieren. Hier sind die KML-Codes eines einfachen GroundOverlay (links) und einer Region (rechts) gegenübergestellt:
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GroundOverlay |
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Region |
<GroundOverlay> <name>Beispiel für ein GroundOverlay</name> <Icon> <href>white_square.png</href> </Icon> |
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<Region> <Lod> <minLodPixels>128</minLodPixels> </Lod> |
<LatLonBox> <north>45</north> <south>0</south> <east>90</east> <west>0</west> </LatLonBox> |
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<LatLonAltBox> <north>45</north> <south>0</south> <east>90</east> <west>0</west> </LatLonAltBox> |
</GroundOverlay> |
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</Region> |
Bei einem Boden-Overlay (GroundOverlay) wird die Ansichtsbegrenzung <LatLonBox> genannt. Bei einer Region heißt sie <LatLonAltBox>. Indem optional die Tags <minAltitude>
und <maxAltitude> zur LatLonAltBox einer Region hinzugefügt werden (oben nicht gezeigt), erstellen Sie eine 3D-Region zur Nutzung mit 3D-Sketchup-Modellen.
Eine Region durch Ändern eines GroundOverlay erstellen
Nachdem Sie jetzt die Ähnlichkeiten zwischen Boden-Overlays und Regionen kennengelernt haben, erfahren Sie im Folgenden, wie Sie eine Region auf Basis eines Boden-Overlays erstellen. Laden Sie die KMZ-Datei Image Overlay Example (Beispiel eines Bild-Overlays) herunter, sofern Sie dies nicht bereits getan haben, sowie die KMZ-Dateien Brooklyn Hospitals (Krankenhäuser in Brooklyn) und Region Size Guide (Hilfslinien für Regionsgrößen):
Laden Sie alle obigen Dateien in Google Earth. Nachdem die Datei Brooklyn Hospitals
geladen wurde, zoomen Sie von New York City weg. Sie sehen dann, wie sich alle Symbole und Beschriftungen überlappen und aus großen Höhen nicht gut sichtbar sind. Sie können diesen Eindruck mithilfe einer Region verbessern, mit der Sie steuern, wann diese Ortsmarken sichtbar sind. Bildschirm-Overlay anpassen
Das Overlay ist etwas zu groß und für unsere Krankenhäuser etwas falsch platziert. Daher ist der erste Schritt, die Platzierung und Größe des Bild-Overlays anzupassen.
- Doppelklicken Sie auf Image Overlay im Beispieldokument "Image Overlay Example", um wieder heranzuzoomen.
- Zur Unterstützung beim Verschieben und Ändern der Größe können Sie die Ortsmarke Bounding Box Guides unterhalb von Image Overlay einschalten, indem Sie auf das Kästchen neben dem Namen im Fenster "Orte" klicken. Es werden vier gelbe Pfeile angezeigt, die die vorgeschlagene Nord-, Süd-, Ost- und Westkante markieren.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Image Overlay im Fenster "Orte" und wählen Sie Eigenschaften im Kontextmenü.
- Halten Sie die Umschalttaste gedrückt und ziehen Sie eine der Ecken des Bild-Overlays, um es etwas zu verkleinern.
Hinweis: Durch das Halten der Umschalttaste wird das Seitenverhältnis des Bildes beibehalten. Das Overlay behält so seine quadratische Form.
Ihre Regionen müssen nicht quadratisch sein, diese Form wurde lediglich für diese Anleitung gewählt.
- Klicken Sie auf das Kreuz in der Mitte des Bildes und ziehen Sie es an eine Position, an der das Overlay alle Krankenhaussymbole abdeckt.
- Ändern Sie erneut die Größe des Overlays, falls erforderlich.
- Wenn Sie mit dem Anpassen fertig sind, klicken Sie im Dialogfeld "Bild-Overlay bearbeiten" auf OK.
- Falls Sie die Ortsmarke Bounding Box Guides verwendet haben, klicken Sie auf das Kästchen neben ihrem Namen, um sie auszuschalten.

Detailstufe angeben
- Aktivieren Sie im Fenster "Orte" das Kontrollkästchen neben Region Size Guide, um die Hilfslinien einzuschalten.
Es werden verschiedene gelbe Rahmen auf dem Bildschirm angezeigt. Dieses Bildschirm-Overlay bietet Hilfslinien, unabhängig davon, wo Sie sich in Google Earth befinden.
- Drücken Sie R, um sicherzustellen, dass die Ansicht eingenordet ist und Sie senkrecht auf die Erde blicken (ohne Neigung).
- Vergrößern oder verkleinern Sie das Bild-Overlay, sodass es einem der gelben Rahmen entspricht.
Diese Hilfslinien unterstützen Sie dabei, die passende Detailstufe für Ihre Ortsmarken zu finden. Beachten Sie, dass die Hilfslinien für Regionsgrößen nur eine Näherung darstellen. Die Rahmen sind zwar beschriftet, jedoch ist die Berechnung der Bildschirmdarstellungsgröße einer Region komplex und hängt von vielen Faktoren ab, z. B. der Erdkrümmung und der Kameraneigung. Wenn Sie eine Größe wählen, denken Sie daran, dass die Region ungefähr ab dieser Erdentfernung sichtbar wird.
- Zoomen Sie heraus, bis das Bild-Overlay etwa die gleiche Größe wie der gelbe Rahmen "256 x 256" hat .
- Wenn Sie für diese Ortsmarken eine Detailstufe von 256 Pixel angeben, bleiben die Ortsmarken unsichtbar, bis die Region, die wir anhand des von Ihnen angepassten Bild-Overlays erstellen werden, mindestens diese Größe auf dem Bildschirm hat.

Bild-Overlay in einen Texteditor kopieren
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Image Overlay Example im Fenster "Orte" und wählen Sie Kopieren im Kontextmenü.
- Öffnen Sie einen Texteditor wie beispielsweise Notepad oder Notepad++ (Windows), TextPad oder BBEdit )Mac OS X) oder jEdit (alle Plattformen, empfohlen).
- Fügen Sie den KML-Code für das Bild-Overlay in ein leeres Dokument ein.
<GroundOverlay>-Tag bearbeiten
- Löschen Sie alles außer dem Tag-Paar <LatLonBox>/</LatLonBox> und dessen Inhalt.
<LatLonAltBox> <north>40.708019</north> <south>40.596643</south> <east>-73.895570</east> <west>-74.042349</west> </LatLonAltBox>
- Ändern Sie <LatLonBox> und </LatLonBox> in <LatLonAltBox> und </LatLonAltBox>.
- Wenn Sie eine 3D-Region erstellen möchten, finden Sie im Abschnitt Höhe des KML 2.1-Tutorials Informationen darüber, welche zusätzlichen Tags Sie hinzufügen müssen (<min/maxAltitude> und <altitudeMode>).
- Geben Sie 256 als Mindestdetailstufe an, indem Sie wie nachfolgend beschrieben die Tags <Lod> und <minLodPixels> hinter dem </LatLonAltBox>-Tag hinzufügen.
<Lod> <minLodPixels>256</minLodPixels> </Lod>
- Fügen Sie das öffnende <Region>-Tag und das schließende </Region>-Tag oberhalb und unterhalb des KML-Codes hinzu.
Wenn Sie fertig sind, sollte der Code folgendermaßen aussehen:
<Region> <LatLonAltBox> <north>40.708019</north> <south>40.596643</south> <east>-73.895570</east> <west>-74.042349</west> </LatLonAltBox> <Lod> <minLodPixels>256</minLodPixels> </Lod> </Region>
- Speichern Sie die Datei auf Ihrem Desktop unter region.kml.
Neue Region zum Ordner "Brooklyn Hospitals" hinzufügen:
- Klicken Sie in Google Earth mit der rechten Maustaste auf Brooklyn Hospitals im Fenster "Orte" und wählen Sie Kopieren im Kontextmenü.
- Öffnen Sie ein neues, leeres Dokument im Texteditor und fügen Sie den KML-Code für den Ordner "Brooklyn Hospitals" ein.
- Speichern Sie die Datei auf Ihrem Desktop unter hospitals_region.kml, aber schließen Sie sie nicht.
- Öffnen Sie die Datei region.kml, wählen Sie den gesamten KML-Code der Region aus und kopieren Sie ihn.
- Gehen Sie zurück zur Datei hospitals_region.kml, platzieren Sie den Cursor an den Anfang der Datei und suchen Sie nach dem öffnenden <Folder>-Tag.
<Folder> <name>Brooklyn Hospitals</name>
REGION HIER EINFÜGEN
… weitere KML-Tags
<Placemark>
- Fügen Sie die zuvor kopierte Region in die Zeile nach dem </name>-Tag ein. Der Anfang des <Folder>-Bereichs der Datei hospitals_region.kml sollte nun ungefähr so aussehen:
<Folder> <name>Brooklyn Hospitals</name> <Region> <LatLonAltBox> <north>40.708019</north> <south>40.596643</south> <east>-73.895570</east> <west>-74.042349</west> </LatLonAltBox> <Lod> <minLodPixels>256</minLodPixels> </Lod> </Region>
… weitere KML-Tags
<Placemark>
- Speichern Sie die Datei hospitals_region.kml.
Testen der neuen KML-Datei mit einer Region
- Löschen Sie in Google Earth den Originalordner Brooklyn Hospitals und öffnen Sie anschließend die neu erstellte Datei hospitals_region.kml.
- Zoomen Sie im Gebiet Brooklyn herein und heraus.
Wenn das Bild-Overlay kleiner als der gelbe Rahmen "256 x 256" wird, sollten die Ortsmarken für die Brooklyner Krankenhäuser verschwinden.

Links: Region ist inaktiv. Der Bereich auf dem Bildschirm ist kleiner als die Mindestdetailstufe von 256 Pixel.
Rechts: Region ist aktiv. Der Bereich auf dem Bildschirm ist größer als die Mindestdetailstufe von 256 Pixel.
- Falls die Ortsmarken beim Herauszoomen nicht verschwinden, laden Sie diese bereits mit einer Region versehene KML-Datei
herunter. Sie können diese Datei mit der von Ihnen erstellten vergleichen, um die Fehlerursache zu finden.
Was kann man noch mit Regionen tun?
Regionen funktionieren nicht nur zusammen mit Ordnern. Sie können sie zu jedem Feature in Google Earth hinzufügen, z. B. zu 3D-Modellen, Ortsmarken, Bild-Overlays, Polygonen und Pfaden. Fügen Sie einfach eine Region in das KML-Tag des Features ein. Berücksichtigen Sie dabei, dass eine Region, die innerhalb eines Features (z. B. Ortsmarke, Modell usw.) definiert wurde, Vorrang vor einer Region hat, die im übergeordneten Ordner definiert wurde. Dies ermöglicht Ihnen, eine einzelne Region für viele weniger wichtige Ortsmarken in einem Ordner zu definieren, während eine einzelne, wichtige Ortsmarke auch aus größeren Entfernungen sichtbar ist.
FAQ
Frage: Wann sollte ich Regionen verwenden?
Es gibt viele Anwendungsfälle für Regionen, die meisten davon würden den Rahmen dieser Anleitung sprengen. Hier sind einige wenige Beispiele:
- Wenn Sie viele Ortsmarken haben, die eng nebeneinander liegen und den Bildschirm unübersichtlich machen.
- Wenn Sie Bild-Overlays zeigen möchten, deren Detailgrad beim Heranzoomen zunimmt, ohne den Computer des Nutzers zu belasten (siehe "Super-Overlays" weiter unten.)
- Zur Darstellung einer Feature-Hierarchie, z. B. von Staatsgrenzen, die beim Heranzoomen verschwinden, während Bundeslandgrenzen erscheinen.
- 3D-Modelle belasten oft den Computer, sogar auch dann, wenn die Entfernung zu groß ist, um sie sehen zu können. Mithilfe einer Region können die Modelle ausgeblendet werden, wenn der Nutzer zu weit von ihnen entfernt ist.
- Bildschirm-Overlays können ausgeblendet werden, wenn der Nutzer zu nah an Features herangekommen ist, für die eine Erklärung oder eine Legende erforderlich ist.
Frage: Was sind gute Pixelwerte für min/maxLodPixels?
Aufgrund der Art und Weise, wie Google Earth das Zoomen von Bildkacheln und anderen Features handhabt, ist ein Wert von 128 Pixel ideal, aber für Ihre Anforderungen nicht immer praktikabel. Die besten Werte für minLodPixels sind Zweierpotenzen: 64, 128, 256, 512, 1024, 2048, usw. (2^6 = 64, 2^7 = 128), andere Zahlen funktionieren jedoch auch, z. B. 100, 500, 1000.
Frage: Kann ich es einrichten, dass ein Feature verschwindet, wenn ich näher herankomme?
Ja. Verwenden Sie in Ihrer Region statt <minLodPixels> das Tag <maxLodPixels>. Wenn der Bildschirmbereich der Region den angegebenen Pixelwert erreicht, wird das Feature bzw. der Ordner ausgeblendet. Diese Methode ist praktisch, wenn Sie beispielsweise niedrigauflösende Karten oder historische Satellitenbilder zeigen möchten, die bei großer Entfernung sichtbar sind, aber verschwinden, wenn man heranzoomt, da sie ansonsten die hochauflösenden Satellitenbilder verdecken würden.
Frage: Was passiert, wenn ich sowohl <minLodPixels> als auch <maxLodPixels> angebe?
Wenn Sie sowohl eine minimale als auch eine maximale Detailstufe für Ihre Region angeben, wird das Feature angezeigt, wenn dessen Größe <minLodPixels> erreicht, und wieder ausgeblendet, wenn es <maxLodPixels> erreicht. Stellen Sie dabei sicher, dass der Maximalwert immer größer als der Minimalwert ist.
Diese Methode ist nützlich, wenn Ihre KML-Datei mehrere Detailstufen enthalten soll. Sie könnten beispielsweise das 3D-Sketchup-Modell einer Pyramide aus großer Höhe lediglich als einfache Ortsmarke darstellen. Wenn der Betrachter näherkommt, wechseln Sie zu einem einfachen Grundriss der Pyramide, der durch ein flaches Polygon realisiert wird. Im Nahbereich lassen Sie schließlich das eigentliche 3D-Modell anzeigen. Für diesen Anwendungsfall benötigen Sie drei Regionen mit demselben Wert für <LatLonAltBox> und verschiedenen, überlappenden <Lod>-Werten:
- Einzelne Ortsmarke, sichtbar aus dem Weltraum bis aus mittleren Entfernungen: <maxLodPixels>256</maxLodPixels>
- Polygonumriss der Pyramide, sichtbar aus mittleren bis kurzen Entfernungen: <minLodPixels>256</minLodPixels> und <maxLodPixels>1024</maxLodPixels>
- 3D-Modell der Pyramide: Sichtbar aus kurzen Entfernungen bis zum Nahbereich: <minLodPixels>1024</minLodPixels
Frage: Wie kann ich Features sichtbar machen, unabhängig davon, wie weit ich heran- oder herausgezoomt habe?
Wenn Sie keine maximale Detailstufe angeben, ist der Standardwert -1. Dies bedeutet, dass das Feature sichtbar bleibt, unabhängig davon, wie weit Sie heranzoomen. Wenn Sie diesen Wert explizit angeben möchten, verwenden Sie <maxLodPixels>-1</maxLodPixels>.
Wenn Sie keine minimale Detailstufe angeben, ist der Standardwert 0. Dies bedeutet, dass das Feature sichtbar bleibt, unabhängig davon, wie nah Sie herauszoomen. Wenn Sie diesen Wert explizit angeben möchten, verwenden Sie <minLodPixels>0</minLodPixels>.
Frage: Was ist <min/maxFadeExtent>?
Wie im KML 2.1-Tutorial beschrieben, können Sie den Umfang der Ausblendung für Ihre Region angeben. Damit erreichen Sie, dass ein Feature nicht schlagartig erscheint oder verschwindet, sondern langsam ein- bzw. ausgeblendet wird. Dies ist jedoch nur bei Bild-Overlays, Bildschirm-Overlays, Polygonen und Pfaden möglich. 3D-Modelle und normale Ortsmarken erscheinen und verschwinden sofort.
Frage: Warum erscheint meine Region bei niedrigeren Höhen, wenn ich einen kleineren Monitor verwenden?
Die Größe einer Region auf dem Bildschirm hängt von der Größe des 3D-Darstellungsbereichs von Google Earth ab. Daher erfolgt die Aktivierung bzw. Deaktivierung von Regionen je nach Bildschirmgröße bei unterschiedlichen Höhen. Sie können mit diesem Effekt experimentieren, indem Sie die Größe des Google Earth-Fensters verändern. Da die Kamerahöhe unverändert bleibt, wenn Sie die Größe des Google Earth-Fensters ändern, schrumpfen die Bilder, um dieselbe Entfernung zur Erde beizubehalten.
Aufgrund dieses unterschiedlichen Verhaltens sollten Sie Ihre Regionen auf unterschiedlich großen Monitoren testen. Die meisten Google Earth-Nutzer haben einen Monitor mit 1024 x 768 Pixel. Um eine Vorstellung von dem Verhalten auf einem derartigen Monitor zu erhalten, reduzieren Sie den 3D-Darstellungsbereich von Google Earth auf 640 x 480 oder 800 x 600 Pixel. Sie ändern die Darstellungsgröße in Google Earth, indem Sie Ansicht > Ansichtsgröße > Computer-Wiedergabe und anschließend eine Ansichtsgröße wählen.
Laden Sie diese KMZ-Datei herunter, die Beispiele zu diesem Thema enthält:
Leistungsfähige Tools für Regionen
Regionen können viel mehr, als nur einzelne Features je nach Zoomstufe ein- oder auszuschalten. Indem Sie Netzwerk-Links und Regionen zusammen einsetzen, können Sie ein verschachteltes System von KML-Dateien erstellen, das Ortsmarken oder Bild-Overlays (Super-Overlays genannt) lädt, deren Detailgrad bei Heranzoomen zunimmt.
Beispiele für Super-Overlays finden Sie in den Blue-Marble-KML-Dateien der NASA unter OnEarth und in den historischen Karten von David Rumsey im Ordner "Empfehlungen" des Fensters "Ebenen".
Super-Overlays sind zu komplex, als dass sie per Hand in KML erstellt werden könnten. Es gibt einige Tools, die Super-Overlays automatisch erzeugen. Diese Tools teilen hochauflösende Bildkacheln auf und generieren KML-Dateien mit Regionen, um immer detailliertere Kacheln beim Heranzoomen laden zu können. Beachten Sie bitte, dass die drei Windows-basierten Programme nicht offiziell von Google empfohlen werden. Super-Overlays erstellen
Regionen zu Ortsmarken hinzufügen
Die Python-Programmbibliothek "Regionator" ist auch in der Lage, tausende Ortsmarken, Polygone und Pfade für eine bessere Darstellung in verschiedene Regionen aufzuteilen. Wenn Sie beispielsweise eine KML-Ebene mit allen Krankenhäusern Europas erstellen möchten – vielleicht mehrere zehntausend Punkte –, ohne dass aus großen Höhen ein völlig überfrachtetes Bild entsteht, wäre Regionator ein geeignetes Tool.
Regionator bietet viele weitere KML-Tools, beispielsweise ein Tool zum Überprüfen von Links, das Ihre KML-Dateien nach Hyperlinks, Bildern und Links zu anderen KML-Dateien durchsucht und fehlende Dateien und fehlerhafte URLs meldet. Bedenken Sie, dass es sich um eine Programmbibliothek in der Sprache Python handelt. Für die Nutzung benötigen Sie Erfahrung in der Programmierung und in der Verwendung der Befehlszeile.
Diskussion / Feedback
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