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Jane-Goodall-Institut – Gombe-Schimpansen-Blog

Millionen Google Earth-Nutzer können jetzt ganz weit in das üppige Blätterdach der Bäume im Gombe-Nationalpark in Tansania hineinzoomen und täglich Neues über das Leben der berühmten Schimpansen des Parks erfahren. Es ist eine neue Art von Tierberichterstattung: Das tägliche dramatische Leben der Schimpansen wird an fünf Tagen in der Woche im Internet durch Geschichten und Bilder dargestellt. Fans sagen, die Einträge seien wie eine Seifenoper mit wildlebenden Schimpansen. - Pressemitteilung des Jane-Goodall-Instituts vom 26. Juli 2006

Ich war in Gombe, und dieses Weblog ist fast so gut wie selber dort zu sein. Gombe ist für Jane und die JGI-Mitarbeiter ein besonderer Ort und wir freuen uns, diesen Platz dank Google Earth und unserer Tierschutz-Experten so intensiv mit der Welt teilen zu können. - Bill Johnston, Präsident, JGI

Mission

Das Jane-Goodall-Institut fördert die Fähigkeiten einzelner Personen, um informierte und engagierte Maßnahmen zur Verbesserung der Umwelt für alle Lebewesen zu treffen. Das 1977 gegründete Institut setzt Dr. Goodalls Pionierarbeit in der Erforschung des Verhaltens von Schimpansen fort – einer Forschungsarbeit, die die wissenschaftliche Wahrnehmung der Beziehungen zwischen Menschen und Tieren wesentlich verändert hat. Das Institut ist weltweit führend im Schutz der Schimpansen und ihres Lebensraums. Darüber hinaus ist das Institut weithin berühmt für die Einrichtung innovativer gesellschaftsorientierter Tierschutz- und Entwicklungsprogramme in Afrika sowie das "Roots and Shoots"-Bildungsprogramm (Wurzeln und Schösslinge), das mittlerweile Gruppen in mehr als 95 Ländern vorweisen kann.

Einführung

Jane Goodall
Blog-Eintrag der Forscherin und Wissenschaftlerin Emily Wroblewski
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Das Jane-Goodall-Institut startete den Gombe- Schimpansen-Blog 2006 mit täglich neuen Informationen der Feldforscherin Emily Wrobleski, die das Vaterschaftsverhalten der Schimpansen studiert. Ihre Blog-Einträge bieten einen Einblick in die Schimpansenfeldforschung und einen kontinuierlichen Überblick über das Forschungsprogramm, das 1960 von Jane Goodall initiiert wurde. Emily versucht zu ermitteln, ob väterliche Verwandte auf besondere Weise miteinander umgehen und sich bevorzugen; z. B. indem sie sich gegenseitig putzen oder Nahrung teilen.

Google unterstützte das Projekt im Juli 2006 durch die Veröffentlichung zweier neuer Satellitenbilder in 61-cm-Auflösung des Gombe-Nationalparks in Tansania. Die hochauflösenden Bilder wurden Google Earth von DigitalGlobe Inc. in Longmont, Colorado, zur Verfügung gestellt.

Die neuen Bilder zeigen deutlich den Umfang der Entwaldung in der Region Gombe – während innerhalb der Parkgrenzen üppiges Grün vorherrscht, wird das Bild außerhalb des Parks von einer wüstenähnlichen Landschaft bestimmt. Trotz der Forschungs- und Naturschutzbemühungen in Gombe verringert sich der Lebensraum um den Park herum mit alarmierender Geschwindigkeit. Wo ehemals ein riesiger blühender Urwald 120 bis 140 Schimpansen beherbergte, leben heute noch ungefähr 90 dieser Menschenaffen. Die Entwaldung ist ein kritisches Problem für die Gombe-Schimpansen, die zusehen müssen, wie ihr Futtergebiet außerhalb des Parks schrumpft. Diese Futtergebiete sind eine wesentliche Voraussetzung für das langfristige Überleben der Schimpansen in Gombe.

Warum Google Earth?

Wir haben uns für Google Earth entschieden, weil es uns eine völlig neue Möglichkeit bietet, potenziellen Spendern einen Einblick in die Orte zu geben, an denen wir weltweit arbeiten. Google Earth bot uns die Leinwand, auf der wir ein lebendiges Bild der schrumpfenden Lebensräume und der Auswirkungen der Armut einschließlich der Entwaldung und umweltschädlicher Landwirtschaft mit nur einem Mausklick zeichnen konnten.

Unser Projekt mit Google Earth begann relativ klein. Für das erste Projekt setzten wir nur eine Handvoll Mitarbeiter ein. Unser Webmaster Bryce Tugwell, Emily in Gombe und ein Redakteur in den USA sowie Jaqueline Conciatore vom JGI waren die einzigen Personen, die wir anfangs benötigten. Wir veröffentlichten die ersten Blog-Einträge in weniger als einer Woche.

Im Verlauf der Zeit wuchs nicht nur das Blog, sondern wir nutzten auch Google Earth in zunehmendem Maße. Die Hauptgruppe, die das Blog verwaltet, ist relativ klein geblieben, doch die Auswirkung dieses Blogs auf unsere Möglichkeiten, unsere Geschichte und unsere Arbeit zu vermitteln, hat erheblich zugenommen.

Unsere KML-Implementierung

Die Geschichte, d.h. unsere tägliche Arbeit und die Geschichte der Orte, an denen wir arbeiten, war von Beginn an das wichtigste Element unserer KML-Dateien. Die zweite Ausgabe des Blogs fügte eine Reihe von Ebenen hinzu, von denen wir hoffen, dass sie einen Kontext zu unseren Geschichten und unserer Arbeit bieten:
  • Die Grenzen des Gombe-Nationalparks
  • Informationen zu Wassereinzugsgebieten
  • Eine Sammlung von Ortsmarken, an der wir derzeit noch arbeiten, wird Informationen zu geografischen Eigenschaften, Namen von Tälern und historisch bedeutenden Orten bieten.

Jane Goodall
Hochauflösende Bilder des Gombe-Nationalparks und der Umgebung:
Die Entwaldung außerhalb der Parkgrenzen ist bereits deutlich sichtbar.
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Der interessanteste Aspekt unserer KML-Dateien (und unser Ziel für die Zukunft) umfasst die Arbeit mit Netzwerk-Links, die wir als Blog-Feeds und zur dynamischen Aktualisierung von Informationen, die als Kontext zu unseren Einträgen dienen, verwenden. Darüber hinaus nutzen wir das Design der Info-Pop-ups, um unsere Inhalte hervorzuheben und überzeugender zu präsentieren.

Wir haben auch Google Maps in unseren Blog eingebunden. Google Maps hat die Art und Weise verändert, in der unsere Nutzer (Leser und Blogger) mit dem Blog interagieren, wodurch wir große Fortschritte erzielt haben.

Die größte Herausforderung bestand darin, unsere Blogger zur Teilnahme anzuregen und sie zu lehren, GPS-Systeme zu verwenden und regelmäßig Beiträge zu veröffentlichen. In den bisherigen zwei Projektjahren haben wir jeden Eintrag von Hand programmiert, was sehr zeitaufwendig und nicht immer einfach war. Schließlich entwickelten wir unsere Blogging-Software EarthWatchr, die den Prozess der Generierung von KML-Dateien und Webinhalten über ein einziges Content-Management-Programm ermöglichte. Da wir überzeugt sind, dass diese Software auch für andere Naturschutzorganisationen und Personen, die ähnliche Projekte in ihrer eigenen Umgebung verfolgen, nützlich sein könnte, planen wir, diese Software im Juli 2007 im Rahmen einer Open-Source-Lizenz zu veröffentlichen.

Verbreitung, Akzeptanz und Wirkung

Jane Goodall
Wassereinzugsgebiete des Gombe-Nationalparks
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Zwei Jahre lang haben wir unsere KML-Dateien in unserem Blog veröffentlicht und im Juni 2007 eine neue Version zur Verfügung gestellt. Wir haben Beiträge über RSS auf unserer Website veröffentlicht und wurden in den Ordner "Globales Denken" in den in Google Earth integrierten Ebenen aufgenommen.

Die Nutzung von Google Earth in unserem Blog führte zu folgenden Auswirkungen:

  • Gesteigertes Bewusstsein der Öffentlichkeit und der Politiker für die Probleme
  • Erhöhtes Medieninteresse
  • Profilierung unserer Organisation
  • Mehr Verkehr auf der Website
  • Neue Projektideen



Ratschläge für andere Nutzer

Entdecken Sie, wie Sie Google Earth für Ihre Zwecke und als Informationsquelle für sich selbst, Ihre Mission und all jene, denen Sie helfen, nutzen können. Diese Innovation zeigt unzählige neue Möglichkeiten, unsere Welt zu präsentieren und mit ihr zu interagieren. Viele Innovationen, die die Arbeit der Naturschutzorganisationen revolutionieren können, warten nur darauf, mit diesem neuen Medium geschaffen zu werden.

Autor

Bryce Tugwell, Leiter der Abteilung für Webentwicklung, Jane-Goodall-Institut

Kontakt

Nona Gandelman
Telefon: (703) 682-9220
E-Mail: ngandelman@janegoodall.org