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Am Rand der Existenz

Aufklärung über die ungewöhnlichsten und meistbedrohten Tierarten der Welt (EDGE-Spezies)

Der Verlust dieser einzigartigen und charismatischen Spezies ist eine schockierende Tragödie. Der chinesische Flussdelfin war ein bemerkenswertes Säugetier, das sich vor mehr als 20 Millionen Jahren von allen anderen Tierarten abspaltete. Das Aussterben dieser Tierart steht für die Auslöschung eines ganzen Zweigs des Evolutionsbaums und erinnert uns daran, dass wir unsere Aufgabe als Hüter des Planeten noch immer nicht ganz erfüllt haben.
- Dr. Sam Turvey, Wissenschaftler der Zoological Society of London

Einführung

EDGE
Der dünne grüne Rand im Osten der Insel
zeigt die Überreste der Walddecke in Madagaskar.
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Indem wir Google Earth nutzen, um die ungewöhnlichsten und meistbedrohten Tierarten (EDGE-Spezies) vorzustellen, hoffen wir, die Lebensräume der Spezies zu beleuchten und eine interessante Präsentation zu schaffen, die bei den Nutzern den Wunsch weckt, mehr über diese Tiere zu lernen und sich mehr für ihren Schutz zu engagieren. Die Tierschutzinitiativen in Verbindung mit dem EDGE-of-Existence-Programm sind zum Großteil auf irgendeine Weise georeferenziert. Für bedrohte Tierarten können diese Georeferenzen beispielsweise aus dem Verbreitungsgebiet, dem Ort der letzten bekannten Sichtung, den Brutplätzen oder dem Standort einer Pflegestation oder der letzten Suchexpedition für bestimmte Tierarten bestehen. Alternativ können wir auch Geodaten nutzen, um auf Bedrohungen wie Entwaldung oder Bergbau und Ölbohraktivitäten in den Lebensräumen der Tiere hinzuweisen.

Auch macht in vielen Fällen die Darstellung der Standorte und verbleibenden Lebensräume direkt auf den Satellitenbildern in Google Earth auf dramatische Weise deutlich, wie wenig Raum unseres Planeten mittlerweile nur noch für die Millionen Tierarten, die mit uns auf dieser Erde leben, geblieben ist. Betrachten Sie beispielsweise die Standorte der Tierarten Nr. 15, 22 oder 74 in EDGE KML oder andere Tierortsmarken auf Madagaskar oder Sumatra. Google Earth bietet eine hervorragende Methode, um diese wichtige Botschaft durch aussagekräftige Bilder zu unterstreichen.

Unsere Ziele

Das Ziel des EDGE-of-Existence-Programms besteht darin, die ungewöhnlichsten und meistbedrohten Tierarten (EDGE-Spezies) der Welt durch die Implementierung von Forschungs- und Tierschutzmaßnahmen zu retten.

Forscher der Zoological Society of London (ZSL) arbeiten eng mit Wissenschaftlern aus den Ländern zusammen, in denen EDGE-Spezies leben. Das Programm dient zudem dazu, Studenten aus Entwicklungsländern in der Überwachung und dem Schutz bedrohter Tierarten auszubilden. Um die EDGE-Liste der 100 am meisten gefährdeten Spezies zu erstellen, erhält jede Tierart eine Punktwertung entsprechend dem Umfang der einzigartigen evolutionären Entwicklung, für die sie steht, sowie dem Tierschutzstatus. Diese Punktwertungen werden genutzt, um EDGE-Spezies zu ermitteln.

Ziele des EDGE-of-Existence-Programms:

  • Ermittlung der aktuellen Situation wenig bekannter und möglicherweise ausgestorbener EDGE-Spezies.
  • Entwicklung und Implementierung arterhaltender Maßnahmen für alle derzeit nicht geschützten EDGE-Spezies.
  • Unterstützung lokaler Wissenschaftler bei der Erforschung und Erhaltung von EDGE-Spezies weltweit.
  • Wir sind insbesondere bestrebt, zu erreichen, dass alle Tierarten unter den TOP 100 EDGE-Spezies innerhalb der nächsten fünf Jahre den gebührenden Schutz erhalten.

Unsere KML-Implementierung

Die EDGE of Existence KML enthält eine Liste der 100 wichtigsten EDGE-Spezies (ungewöhnliche und weltweit gefährdete Tierarten). Jede Spezies wird auf der Karte durch eine Ortsmarke in ihrem Lebensraum repräsentiert und mit einem Foto und Kurzinformationen zu dem Tier selbst und dessen Bedrohung vorgestellt. Die Info-Pop-ups verfügen außerdem über Links zu weiteren Informationen über diese Spezies auf der Website edgeofexistence.org.

Zusätzlich zu der Ortsmarke wurde für jede Spezies eine halbtransparente Overlay-Karte erstellt, die die Verbreitung zeigt und auf den Google Earth-Satellitendaten angezeigt werden kann (klicken Sie auf das kleine Kartenbild in dem Info-Pop-up für jede Tierart, um diese Funktion zu nutzen).

Da die meisten Ressourcen bereits für die EDGE-Website erstellt wurden, erforderte die Erstellung der EDGE KML nur etwa eine Person und Arbeitswoche (einschließlich des Zeitaufwands, um sich mit KML vertraut zu machen).

KML-Programmierung

EDGE
EDGE-Daten im Spreadsheet Mapper
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Das Info-Pop-up wurde zunächst manuell entworfen, um <BalloonStyle> und andere Einstellungen, die nicht direkt in Google Earth geändert werden können, zu bearbeiten. Wir haben versucht, das allgemeine Design unserer Spezies-Seiten auf der EDGE -Website beizubehalten, und haben lediglich das Layout mithilfe von HTML-Tabellen geändert, da Google Earth-Pop-ups derzeit einige der erweiterten HTML-Funktionen wie CSS und Hintergrundbilder noch nicht nutzen können. (Siehe QStyleSheet-Klassenreferenzen für eine Liste der zugelassenen Tags.)

Nachdem der Entwurf des Info-Pop-ups fertig war, verwendeten wir zunächst ein Skript, um die vollständige KML-Datei zu generieren, stellten aber später fest, dass es effizienter ist, Tabellen in Google Text & Tabellen zu nutzen, da diese Zeit sparen und später leichter zu bearbeiten sind. Wir waren im Grunde Beta-Tester für das neue Tool von Google Earth Outreach, "Spreadsheet Mapper" genannt, mit dem wir unsere veröffentlichten KML-Dateien generiert haben. Das EDGE-Team bereitet derzeit eine zweite Top-100-Liste für Amphibien vor (in der ersten Liste sind nur Säugetiere enthalten) und wir werden auch hier wieder den Spreadsheet Mapper zur Erzeugung der damit verbundenen KML-Dateien verwenden (weitere Informationen finden Sie im nachfolgenden Abschnitt).

Die Platzierung der Ortsmarken an den richtigen Standorten und die Speicherung der LookAt-Werte (der Blickwinkel für jede Ortsmarke) erfolgte direkt in Google Earth. Die Koordinaten wurden dann aus der durch den Google Earth-Client gespeicherten KML-Datei zurück in das Tabellenblatt importiert. (Dies ist eine XSL-Beispieldatei, die verwendet werden kann, um die geografischen Breiten und Längen sowie die LookAt-Werte aus einer KML-Datei zu extrahieren und so einfacher zurück in ein Tabellenblatt importieren zu können.)

Zum Schluss haben wir noch eine zusätzliche Beschreibung für einige Spezies hinzugefügt, um die genaue Position der Ortsmarke auf der Karte besser zu erklären. So befindet sich beispielsweise die Ortsmarke der Spezies Nr. 1 (chinesischer Flussdelfin) in der Nähe des letzten Sichtungsorts der möglicherweise ausgestorbenen Tierart. Die Ortsmarke für die Spezies Nr. 2, den australischen Ameisenigel, befindet sich in den Bergen, wo eine kürzliche EDGE-Expedition herauszufinden versuchte, ob Attenboroughs Ameisenigel mit dem langen Schnabel noch existiert (diese besondere Spezies wurde nur einmal im Jahr 1961 gesichtet).

Die kleinen KML-Overlay-Dateien, die die Overlay-Verbreitungskarten laden, wurden zuerst durch ein Skript mithilfe von Testkoordinaten erzeugt und dann in dem Google Earth-Client platziert und justiert.

Nutzung des Tools "Spreadsheet Mapper" zur Erzeugung der entsprechenden EDGE KML-Dateien

  • Änderung einer Vorlage zur Anpassung an das EDGE-Design.
  • Bearbeitung der "Balloon Background Color" (Hintergrundfarbe des Info-Pop-ups) und der "Icon URL" (URL des Symbols) in den "KML Style Variables" (KML-Stilvariablen).
  • Erstellung neuer "Static Template Variables" (statische Vorlagenvariablen) für die Datenelemente, die für die Info-Pop-ups aller Spezies verwendet werden, wie etwa die Logo-URL, der Fußzeilentext und das "Support EDGE"-Bild einschließlich des dazugehörigen Textes.
  • Einrichtung neuer "Unique Template Variables" (Individuelle Vorlagenvariablen) für die Datenelemente, die für jede Ortsmarke unterschiedlich sind. Beispiel: Spezies-Nr., Name, lateinischer Name, Foto-URL, Haupttext und Tierschutzstatus etc.
  • Kopieren in den HTML-Code für die Info-Pop-ups der EDGE-Spezies unter Verwendung der in der Tabelle erstellten Variablen als Verweis auf die variablen Daten. Beispiel: Verwendung der Variablen "{static_Logo_URL}" im HTML-Code an der Stelle, an der der String der Logo-URL eingefügt werden muss, und der Variablen "{unique_Main_Text}", wo die Variable mit dem Spezies-Text eingefügt wird.
  • Import der EDGE-Spezies-Informationen in das PlacemarkData-Tabellenblatt. Dieses Tabellenblatt erstellt automatisch Spalten für alle individuellen Vorlagenvariablen, die in dem vorherigen Schritt eingegeben wurden, und hier haben wir den Namen, den lateinischen Namen, die Foto-URL und andere Daten aus unserer Hauptdatenbank der EDGE-Spezies eingetragen.

Sofern Sie die Breiten- und Längengrade nicht in Ihren Quelldaten finden, ist Google Earth selbst wahrscheinlich das beste Tool, um diese zu bearbeiten. Tragen Sie einfach irgendwelche Scheindaten (Nullen) in das Tabellenblatt ein, und sobald die daraus resultierende Datei in Google Earth geladen wurde, können Sie die Ortsmarken anpassen. Speichern Sie dann die KML-Daten wieder in einer Datei. Verwenden Sie anschließend eine XSL-Datei (siehe vorheriger Abschnitt), wenn Sie die Koordinaten wieder in die Tabellen importieren möchten. LookAt-Werte (Blickwinkel) können auf die gleiche Weise behandelt werden. Lassen Sie die entsprechenden Felder zunächst unausgefüllt, bearbeiten Sie diese dann in Google Earth und importieren Sie sie anschließend wieder in das Tabellenblatt.

Änderung des Designs der Info-Pop-ups für verschiedene Ortsmarken

Mithilfe der oben beschriebenen Schritte können Sie eine KML-Datei mit demselben Layout für alle Ortsmarken erstellen. Um ein leicht unterschiedliches Layout für einige Ortsmarken zu erstellen, haben wir zwei Methoden verwendet:

  • Für querformatige statt hochformatige Fotos mussten wir den HTML-Code der Info-Pop-ups für einige Spezies ein wenig verändern. Da die Google Earth Outreach-Tabelle verschiedene Vorlagen innerhalb derselben KML-Datei unterstützt, war das sehr einfach. Nachdem wir in der Tabelle alle Veränderungen von Vorlage 1 in Vorlage 2 kopiert und die Änderungen am HTML-Code vorgenommen hatten, mussten wir nur noch die Spalte "Template #" im Tabellenblatt "PlacemarkData" für diese Spezies von 1 in 2 ändern.
  • Wir benötigten wiederum ein etwas anderes HTML-Layout für einige Spezies, für die ein etwas anderes Info-Pop-up erforderlich war (Spezies mit einer zusätzlichen Beschreibung in der Ortsmarke oder die zehn ausgewählten Schwerpunktspezies des Jahres). Hierfür wären acht verschiedene Vorlagen erforderlich gewesen, um alle möglichen Kombinationen mithilfe derselben Methode abdecken zu können. Stattdessen haben wir in das PlacemarkData-Tabellenblatt eine benutzerdefinierte Spalte eingefügt, die Teile des HTML-Codes dynamisch aus den anderen Spalten generiert.

Das Tabellenblatt "start here" in der Google Earth Outreach-Tabelle bietet eine grundlegende Anleitung und ermöglicht es Ihnen, den Namen und die Grundeinstellungen Ihrer KML-Datei zu ändern. Darüber hinaus wird hierdurch ein Netzwerk-Link erstellt, den Sie direkt in Ihren Google Earth-Client kopieren können, um die resultierende KML-Datei schnell anzuzeigen.

Ratschläge für andere Nutzer

Wir empfehlen Ihnen, sich vor Beginn den Layout- und den reinen KML-Code vorhandener Präsentationen, die Ihnen gefallen (wie etwa aus der Galerie und den Ebenen unter "Globales Denken"), direkt in Google Earth oder aus dem Outreach KML-Themenbeispiele anzuschauen.

KML-Programmierung ist einfach zu erlernen, dennoch ist es immer eine gute Idee, diese beiden Links zu Ihren Favoriten hinzuzufügen:
../kml/kml_tags_21.html
http://doc.trolltech.com/3.3/qstylesheet.html

Spezielle Tipps:

Bildschirm-Overlays
  • Die von uns verwendeten Overlay-Bilder haben eine relativ geringe Auflösung und würden bei starker Vergrößerung in Google Earth unscharf aussehen, wenn sie vollständig undurchsichtig wären. Mit einer Transparenz von 60 Prozent ist das Verbreitungsgebiet immer noch erkennbar, verdeckt aber nicht das detaillierte Google Earth-Satellitenbild. Hierdurch sieht das Bild nicht mehr pixelig aus und ist auch bei starker Vergrößerung brauchbar.
Orte
EDGE
Der möglicherweise ausgestorbene chinesische Flussdelfin
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  • Vergewissern Sie sich, dass die Positionen der Ortsmarken auch bei starker Vergrößerung einen Sinn ergeben. In unserem Beispiel wäre es ein Leichtes gewesen, die Ortsmarken der verschiedenen Spezies schnell und einfach in ihrem allgemeinen Verbreitungsgebiet zu platzieren; doch hätten Sie in diesem Fall bei starker Vergrößerung plötzlich feststellen müssen, dass sich der Lebensraum einer in Wäldern lebenden Tierart in einer Stadt befindet oder ein Flussdelfin 5 Kilometer vom Wasser entfernt platziert ist. Möglicherweise betrachten Nutzer Ihre KML nicht mit der Vergrößerungsstufe, in der Sie diese erstellt haben.
  • Nehmen Sie sich die Zeit, um einen zusätzlichen Blickwinkel (Rechtsklick und "Ansicht übernehmen" wählen) für jede Ortsmarke zu speichern (hierdurch werden die LookAt-Werte in der KML-Datei gespeichert). Dies verbessert die Präsentation bei Betrachtung mithilfe der Funktion "Tour abspielen" in Google Earth.
Info-Pop-ups
  • Versuchen Sie nicht, alle möglichen Inhalte in die Info-Pop-ups einzubinden. Achten Sie auf übersichtliche Informationsmengen und leiten Sie den Nutzer stattdessen lieber zu ausführlicheren Informationen auf Ihrer Website.
  • Passen Sie den Stil und das Farbschema Ihres Info-Pop-ups an Ihre Website an, um dem Nutzer den Eindruck eines nahtlosen Übergangs zu vermitteln.

Links

http://www.edgeofexistence.org/about/edge_goals.asp

Autoren

David Tryse

Kontakt

David Tryse, davidtryse@gmail.com
Alasdair Davies, alasdair.davies@edgeofexistence.org
Carly Waterman, carly.waterman@ioz.ac.uk