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Abförderung von Bergen in den Appalachen
EinführungKohletagebergbau verändert die amerikanische Landschaft in einem Ausmaß, welches kaum zu begreifen ist, solange man es nicht aus der Luft gesehen hat. Jeder, der einmal mit einem Kleinflugzeug über das südliche West Virginia oder das östliche Kentucky geflogen ist, wird niemals das ungeheure Ausmaß der Zerstörung vergessen – Berg um Berg wird gesprengt und, soweit das Auge reicht, in Täler gefüllt. Der Tagebergbau betrifft noch weit mehr als Berge und Flüsse. Er droht, eine bestimmte amerikanische Kultur zu verdrängen und zu zerstören, die seit Generationen in den Appalachen bestanden hat. Die Menschen in den Appalachen, die sich für die Erhaltung ihrer Ortschaften einsetzten, haben lange davon geträumt, dass es eine Möglichkeit gäbe, Reporter, Entscheidungsträger und Tausende andere Amerikaner über die Kohlefelder der Appalachen zu fliegen, damit sie die Zerstörung mit eigenen Augen sehen können, und dann die Ortschaften besichtigen und die Geschichten der Menschen hören, die die Konsequenzen von dem erdulden müssen, was manche "billige Energie" nennen. Dank Google Earth gibt es jetzt eine ziemliche gute Annäherung an eine solche Tour. Sie ist für jedermann zugänglich, der einen Computer mit einer Hochgeschwindigkeits-Internetverbindung hat. Und damit liegt sie für Millionen von Menschen in greifbarer Nähe. Mary Anne Hitt, Executive Director von Appalachian Voices, sagt: "Google Earth hat die Denkweise der Menschen über diese Angelegenheit verändert. Es erlaubt sowohl Millionen von Menschen in der ganzen Welt, die Auswirkungen auf unser Gebiet zu sehen und zu erkunden, als auch den Menschen hier in den Appalachen, sich selbst ein Bild von dem zu machen, was in den Bergen über ihren Häusern und Gemeinden vorgeht." Die Ebene "Abförderung von Bergen in den Appalachen" (Orig.: Appalachian Mountaintop Removal) wurde von Appalachian Voices als Herzstück von iLoveMountains.org produziert. Diese ist eine Online-Aktion und eine Ressourcenquelle, welche im September 2006 in den Dienst gestellt wurde. Bei iLoveMountains.org verwenden sieben Graswurzelorganisationen aus den Appalachen die neueste Technologie, um die Zerstörung ihrer Berge und Gemeinden aufzudecken und eine nationale Bewegung für eine Beendigung dieser Praxis zu bilden. Außer Appalachian Voices gehören zu den Partnern von iLoveMountains.org noch Coal River Mountain Watch, Keeper of the Mountains Foundation, Kentuckians For The Commonwealth, Ohio Valley Environmental Coalition, Save Our Cumberland Mountains, und Southern Appalachian Mountain Stewards.Unsere ZieleNachdem wir mehr Erfahrung mit der Google Earth-Plattform hatten, wurden unsere Ziele für die Ebene "Abförderung von Bergen in den Appalachen" zunehmend ehrgeiziger. Als wir iLoveMountains.org ins Netz stellten, wollten wir den Schleier des Geheimnisses zerreißen, der über Jahrzehnte hinweg den Tagebergbau nicht allein vor dem amerikanischen Volk, sondern auch vor den direkt neben den Abbaustellen gelegenen Gemeinden verbarg.Zunächst hatten wir folgende Ziele:
Unsere KML-ImplementierungDerzeit sind zwei Etappen unserer KML-Implementierung abgeschlossen. Die anfängliche KML-Datei bestand aus einer Karte mit vier Ebenen. Sie enthielt Links zu anderen KML-Ressourcen, die man über Info-Pop-ups bekam.Die ursprüngliche Ebene "Abförderung von Bergen in den Appalachen", die momentan im Ordner "Globales Denken" enthalten ist, enthielt:
Weil wir den anfänglichen KML-Code durch die simple Verwendung der auf unserem GIS-System installierten ARC2Earth-Software und durch die Kompilierung aller Ressourcen in eine KML-Datei unter Verwendung von Google Earth Pro herstellten, konnten wir das Projekt ohne jede Kenntnis über KML-Programmierung starten. Für die Herstellung der endgültigen KML-Datei, die in der Ebene "Globales Denken" enthalten ist, war es allerdings notwendig, KML zu erlernen, um ein hochwertiges Produkt zu erzeugen. Die zweite Etappe begann im November 2007. Sie verlinkt die Nutzer mit einer interaktiven Website und einer MySQL-Datenbank, die eine eigene KML-Datei generiert, welche die Verbindung des Nutzers zu dem Tagebergbau zeigt. Der Nutzer gibt lediglich seine Postleitzahl oder eine andere Information ein. Die Implementierung der zweiten Etappe – den Menschen ihre Verbindung zu dem Tagebergbau über ihre Postleitzahl zu zeigen – war technisch gesehen beträchtlich schwieriger als die erste Etappe. Das Ziel bestand darin, dass die Besucher auf eine persönlichere Weise eine Beziehung zu den beschriebenen Bergen und Gemeinden bekommen. Dazu musste ein Feedback des Nutzers (nämlich die Postleitzahl) dazu verwendet werden, im Handumdrehen eine KML-Datei zu erstellen, die Details der Verbindung zeigt, die zwischen dem Tagebergbau, der Kohlekraftwerke bedient, und seinem Stromnetz besteht. Mit dem Tool "My Connection" werden die Besucher mit einer interaktiven PHP-Website verlinkt. Ihre Postleitzahl wird in ein Feld eingetragen und dann verwendet, um eine MySQL-Datenbank abzufragen. Diese ermittelt den persönlichen Stromversorger, die von diesem betriebenen Kohlekraftwerke und die Abbaustelle, die diese Kraftwerke in den letzten fünf Jahren mit Kohle belieferte. Die Ergebnisse werden in einem zweidimensionalen Google Maps-Mashup zurückgegeben. Es gibt auch einen Link zu einer KML-Datei, die dieselbe Information für Google Earth enthält. Die Website liefert sowohl eine grafische als auch eine schriftliche Beschreibung der Verbindung des Nutzers zu dem Tagebergbau sowie eine erzählende Beschreibung der Gemeinde, die durch den mit dem Nutzer verknüpften Tagebergbau geschädigt wird.
Geben Sie oben Ihre Postleitzahl ein, um eine Google Earth-Datei Ihrer Verbindung zu erhalten. Das Mashup von Google Maps zeichnet farbkodierte Linien, die die Verbindung des Nutzers zu Kraftwerken und Abbaustellen darstellen. Die 3D-Fähigkeiten von KML erlauben eine noch wesentlich eindrucksvollere Präsentation dieser Verbindungen. Google Earth informiert wegen seiner 3D-Fähigkeiten nicht allein über die Zerstörungen des Tagebergbaus in einer sehr viel überzeugenderen Art und Weise, sondern verbindet auch die Nutzer über Bögen in Google Earth mit den Kraftwerken und Abbaustellen. Das macht es sehr viel einfacher, als dies in einer 2D-Umgebung möglich ist, das komplexe Netz der Verbindungen zu visualisieren und es zu verstehen. Die MySQL-Datenbank, die Postleitzahlen mit den Abbaustellen verbindet, wurde aus vier verschiedenen Datensets hergestellt:
Eine Vielzahl von Mitarbeitern, Praktikanten, Vertragspartnern und freiwilligen Helfern verschiedener Organisationen leistete zu unterschiedlichen Aspekten dieses Projektes Beiträge. Dazu gehören die Kartierung der betroffenen Berge, die Sammlung von Fotos, Videos und Geschichten der von uns beschriebenen Berge sowie die Herstellung der Vorher-Nachher-Overlays. Die Herstellung der Web- und KML-Benutzeroberflächen übernahmen drei Mitarbeiter von Appalachian Voices.
Verbreitung, Akzeptanz und WirkungDie Verwendung von Google Earth veränderte die Art und Weise, wie wir unsere Arbeit sehen, und hat dem Thema des Tagebergbaus eine erheblich größere Aufmerksamkeit verschafft. Die Website erhielt landesweite Aufmerksamkeit in den Medien und Anerkennung für ihren innovativen Ansatz. Die Bilder und Videos unserer KML-Ebene wurden in Dutzenden von Liveschaltungen verschiedenen Zuschauern gezeigt: von kleinen Kirchengruppen und Rotary Clubs bis hin zu großen Konferenzen und Hauptvorträgen bei Umweltevents.
Illustration des Ablaufs einer Sprengung im Tagebergbau; die Bohrungen für das Dynamit sind auf den Bildern sichtbar. Bild vergrößern Einer der wichtigsten Erfolge der Website besteht darin, dass wir ein ständig wachsendes Netzwerk von Personen anziehen und einbinden können, die jetzt aktive, dauerhafte Partner bei unserer Arbeit geworden sind. Mehr als 25.000 Menschen haben sich auf der Website eingeschrieben und traten so unserem Netzwerk von Unterstützern bei. Und ihre Zahl wächst täglich. Auch Ortsansässige, die bei den Kohlefeldern wohnen, nutzen die Website intensiv, um die Abbauaktivitäten um ihre Heimat herum zu verfolgen. Wir machten den Start und die Updates unserer KML-Datei über verschiedene Schienen bekannt, z. B. über Pressemitteilungen und eine Pressekonferenz in Washington, DC, E-Mails an Tausende von Unterstützern und Bannerwerbung auf beliebten Blogs und Online-Magazinen. Der öffentliche Start unseres Projekts in Google Earth und die Teilnahme am Programm "Globales Denken" von Google hat den Bekanntheitsgrad des Themas "Tagebergbau" enorm erhöht. In den zehn Tagen nach dem Start der KML-Datei in Google Earth haben mehr als 13.000 Menschen aus allen US-Staaten und mehr als 30 Ländern unsere Online-Petition zum Stopp der Deponierung des Abraums in Flüsse unterzeichnet. Es war nicht allein diese Maßnahme, die zu erhöhter regionaler und nationaler Aufmerksamkeit der Medien für dieses Thema führte (landesweit mit Artikeln in Hunderten von Zeitungen), sondern auch der Verkehr auf iLoveMountains.org und die Zahl der Menschen, die sich der Bewegung zum Stopp des Tagebergbaus anschlossen, wurde auf ein neues Niveau gebracht. Genauso wichtig ist, dass die Partnerschaft mit einem halben Dutzend technisch weniger beschlagenen Graswurzelorganisationen in den Appalachen einen neuen und um vieles stärkeren Rahmen für die Kooperation lokaler und regionaler Organisationen auf der nationalen Bühne bietet. Derzeit arbeiten wir gemeinsam neue Projekte aus, die auf die Google Earth-Plattform gestellt werden sollen. Unsere Möglichkeiten der gemeinsamen Nutzung von Informationen und Ressourcen hat gewaltig zugenommen. Bevor wir in dieses Projekt einstiegen, hatten wir nicht das Potenzial von Google Earth erkannt, ein Gerüst für die Organisation und den Austausch von Informationen geografischer Art bei allen Aspekten unserer Arbeit zur Verfügung zu stellen. Jetzt betrachten wir alle neuen Projekte mit den Augen von Google Earth und Google Maps. Wir entwickeln ständig neue Anwendungen dieser Technologie, um die Geschichte des Tagebergbaus zu erzählen, die öffentliche Wahrnehmung zu prägen und unsere Unterstützerszene zu mobilisieren und zu vergrößern. Neuere Artikel über die Website ilovemountains.org sind u.a.:
Ratschläge für andere NutzerWir hörten von Dutzenden anderer Leute, die darüber nachdenken, ebenfalls Projekte auf Google Earth zu entwickeln. Unsere Botschaften für sie sind:
Linkshttp://www.ilovemountains.org/memorial/http://www.ilovemountains.org/memorial_tutorial http://www.ilovemountains.org/multimedia/#ge http://www.ilovemountains.org/myconnection http://www.thepetitionsite.com/takeaction/679588629
AutorenMary Anne Hitt, Executive DirectorMatthew Wasson, Ph.D, Conservation Director, Stimme der Appalachen
KontaktMary Anne Hitt, Executive DirectorE-Mail: mahitt@appvoices.org |
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